Roadtrip-Westküste

Die letzen 4 Wochen bekamen wir Australiens ganze Schönheit zu sehen. Nachdem ich Paul und Melissa erst noch alle günstigen Läden und typisches Backpacker-essen zeigte ging es auch schon los. Sandwüsten, ausgetrocknete Flüsse, gewaltige Felsformationen, die typische rote Erde und wieder grüner werdende tropische Landschaften erstreckten sich vor uns und je weiter wir fuhren desto heißer wurde es. Die Hitze war anfangs noch das kleinere Problem. Vielmehr störten uns die vielen Fliegen die einfach überall waren und uns im riesigem Chor ihr schönstes Summen in unsere Gehirne brannten. Wer mal wissen möchte wie es sich anfühlt zehntausend Fliegen (natürlich noch weit untertrieben) überall auf seinem Körper zu haben oder sich darin testen möchte wie lange man es schafft nicht auszurasten, der sollte dringend die Westküste besuchen. Gewöhnen konnte man sich schließlich an alles und Rettung fanden wir immer wieder an der Küste, wie in einem kleinen Pool umgeben von Felsen direkt am Meer, einem Reservat in dem Wir Delphine ganz nah im flachen Wasser sehen konnten, einem Strand der komplett aus Muscheln besteht oder einfach ein Meer indem ich mich in Rastpausen zur Abkühlung reinlegen konnte. Diese Momente ließen uns wieder alles andere vergessen und dies sind ja schließlich auch die Momente auf die es ankommt. Wenn wir mal einfach nur gechillt haben, kam es dann auch dazu, dass ich mich im Haare schneiden an Paul testen konnte. Kleine Vertrauensübungen stärken ja bekanntlich das Gruppengefühl. Ganz andere Gefühle kamen allerdings in uns auf als wir eines Nachmittags zu einem free Camp fahren wollten, von dem in der Beschreibung nur gutes stand. Wir folgten der Beschreibung und fanden uns plötzlich in einer heruntergekommenen Blechhütten und Wohnwagensiedlung wieder, die einerseits noch bewohnt aber andererseits ausgestorben aussah. Zuvor noch hatten wir nicht weit entfernt eine nicht ganz so nette Unterhaltung mit den Aborigines, sodass wir etwas Schiss bekamen und wieder wegfuhren. Da wir aber keine andere Übernachtungsmöglichkeit hatten und weiter weg noch andere ältere Camper sahen, fuhren wir noch einmal in das Gebiet, wo wir dann auch wirklich ein Campingplatzschild entdeckten und uns auch einer der Männer freundlich sagte wo wir uns hinstellen könnten. Letztendlich erfuhren wir dann am nächsten Tag, dass die Hütten wirklich den Einheimischen des Dorfes gehören und immer noch genutzt werden. Nach all dem machten wir uns endlich auf zum Karijini National Park auf den ich mich schon in Deutschland gefreut habe.Komischerweise frei von Fliegen erkundeten wir die wunderschönen roten Schluchten, durch die Wasser floss, welches manchmal sehr flach und ab und zu auch ganz schön tief sein konnte. Das Highlight war dann der Kermits Pool. Ein Pool der in einer Schlucht liegt, zu dem der Weg aber laut Schildern nur von sehr erfahrenen und körperlich sehr fitten Buschwanderern beschritten werden sollte. Da wir uns aber den Pool nicht entgehen lassen wollten, nahmen wir den Weg auf uns, der an Leitern in die Schlucht hinunter führte und irgendwann durch hohes Wasser versperrt war. Rucksäcke mussten wir also zurücklassen und uns durch das Wasser vor tasten oder am Felsrand entlanghangeln. Der Weg und der Pool am Ende waren für mich bis jetzt das allerbeste in ganz Australien und ich fühlte mich die ganze Zeit wie im Film. Wenn also jemand die Reise zum Mittelpunkt der Erde machen möchte, dann bin ich dabei! Immer noch wie high von dem was wir gesehen hatten, landeten wir irgendwann in Broom, wo die Luftfeuchtigkeit so hoch war, dass man auch beim gar nichts tun pitschnass war und alles nur noch lief und lief. Nach ein paar Tagen entschieden wir wieder die ganze Küste herunterzufahren, was schneller als gedacht, nämlich dank paul in 3 Tagen, getan war. Zurzeit sind wir in Margaret River, einer schönen Surferregion, die mich schon bei meinem ersten Besuch ins Surf-fieber versetzt hatte. Als wir an einem Strand den Surfern zuschauten gerieten plötzlich einige Eltern in Panik und winkten alle Leute aus dem Wasser. Paul, der dann endlich verstand, das wirklich alle an den Strand kommen sollten, kam dann auch raus und uns wurde klar, das sich ein Hai im Wasser befand. Wenig später waren es dann auch schon zwei und einige bekloppte Fischer versuchten mit einem Surfboard so nah wie möglich an den hai zu kommen um frischen Fisch an der Angel genau auf ihn drauf zu schmeißen. Gefangen werden konnten die Haie aber nicht und wirklich besonders welche in der Region im Meer zu haben ist es auch nicht. Trotzdem versuchten Paul und ich mit einem geliehenem Board also unser Glück und für mich steht fest, dass ich hier bleiben und weiter surfen lernen möchte. Bald stehen hier die Surf Weltmeisterschaften an und bis zu dem Spektakel bleiben wir noch alle zusammen hier. Danach heißt es dann schon wieder Abschied nehmen. Mal schauen was mir danach dann noch so passiert.

Machts gut

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