Roadtrip von Adelaide bis Perth- endlose Weite und wunderschöne Strände

Ich sitze gerade nach einer sterbens heißen Autofahrt auf einem Campingplatz und habe mal wieder Zeit euch meine Erlebnisse unter die Nase zu reiben. Ursprünglich war ich ja mit 3 anderen Mädels unterwegs bis nach Perth. In Adelaide und nach einem riiichtig gutem Döner (nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Jess) trennten sich dann unsere Wege. Auch nach so vielen Abschieden weiß ich immer noch nicht damit umzugehen und werde es auch immer hassen. Jess und ich fuhren also alleine zurück und mussten Vanessa und Fabi zurücklassen. Tja so startete dann unser Roadtrip Part 2. Wir wollten nach Perth, das war klar aber was uns so auf der Strecke erwarten würde, war irgendwie nicht ganz so klar. Entschlossen und abenteuerlustig ging es also den Süden entlang in Richtung Westen. Ganz bald wurde uns dann klar, dass wir immer weiter weg von der Zivilisation fuhren. Vorbei an sich ständig wechselnder und wunderschöner Landschaft, verbrachten wir unsere Nächte z.B. in einem heruntergekommenen aber auch ziemlich coolem Mienendörfchen. Wir fuhren so lange bis wir zu müde wurden oder die Sonne unterging weil es nichts außer Weite und noch mehr Weite gab. Einige Nächte waren aber auch sehr sehr unheimlich, da es ziemlich seltsam ist wenn man mitten in der Wildnis am Rand des Highways sein Zelt aufschlägt und plötzlich bei Dunkelheit Stimmen zu hören sind, die sich heftig streiten oder Lichter plötzlich in dein Zelt leuchten. Also in der Dunkelheit im Outback kann man auch schon mal von einem Astknicken einen Herzinfarkt bekommen. Allerdings ist es auch etwas beunruhigend, wenn ein kiffender Hippie Opa uns in seinem Auto gegenübersteht und die Sonne langsam untergeht. Der ist zum Glück aber später abgehauen und ich lebe noch und bin unversehrt. Trotz unheimlicher Nächte und langen heißen Autofahrten, hatten wir dank baby, one more time und anderer Musik, die unsere talentierten Stimmen perfekt hervorhoben, trotzdem gute Laune. Eines was wir auf der Tour durch das Outback gelernt haben ist, lass niemals Essensreste vor deinem Zelt liegen. Mitten im Nirgendwo wurden wir plötzlich wach von Geräuschen, als würden 5 Bären das Auto auseinander nehmen. Schnell wurde klar, dass sich Dingos über unsere angetrocknete Pfanne sehr freuten, wir sie aber durch rütteln am Zelt verscheuchen konnten. Am nächsten Morgen öffneten wir völlig verpennt unser Zelt und stellten fest, dass unser Geschirr über den ganzen Platz verteilt war. Da haben wir also wieder was gelernt :). Endlich näherten wir uns der Grenze zu West Australien, über die man leider keine Früchte und Gemüse mitnehmen darf. Leider bestand unser tägliches Essen seit einiger Zeit aus Toast und Cornflakes zum Frühstück und gekochten oder gebratene Möhren zum Abendessen. Die zugenommenen Kilos mussten ja irgendwie wieder schwinden. Unsere Möhren waren also unser Heiligtum und da auch laaaaange lange nach der Grenze einfach NICHTS kommt, mussten wir wohl oder übel schmuggeln. Dank unserem Messiauto, was gründlich durchsucht wurde, behielten die Möhrchen ihr zuhause und wir unsere gute Laune. Vielleicht lag es auch daran, dass wir solange alles aufgezählt haben an Essen was es außer Möhren gab und gefragt haben, ob das denn auch erlaubt ist. Nerven, sich dummstellen, und unordentlich sein hat schließlich prima geklappt und so landeten wir auf der anderen Seite. Nach dem ersten mal Zivilisation und endlich wieder Handyempfang, war es als hätten wir zum ersten mal im Leben Menschen und einen Supermarkt gesehen. Freude pur also über ein winziges Dörfchen mit überteuertem Eiskaffee, den wir uns sowas von gönnten! Die schönste Natur lag nun nicht mehr weit entfernt und bald erreichten wir einsame weiße Strände mit türkisem Wasser, die ich mir in meinen schönsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Riesige hohle Bäume, gewaltige Felsen und Aussichten konnten wir genießen und kein Foto kann wirklich wiedergeben, was unsere Augen gesehen haben. Nach all diesen wunderschönen und unglaublichen Dingen ging es dann zu unserem Ziel Perth, wobei der Weg eigentlich immer das Ziel ist. In Perth warteten schon die Australischen Frischlinge Melissa und Paul auf mich, damit wir zusammen weiterreisen konnten. Und so endete Jess und meine Reise in Perth. Da Jess aber aus Bielefeld kommt werden wir uns garantiert wiedersehen, was die ganze Sache nicht so schwer macht. Jetzt bin ich schon wieder seit 2 Wochen mit Melissa und Paul unterwegs und schon fast 7 Monate in Australien. Diese ganze Tour gibt’s dann nächstes mal. Machts gut 🙂

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