Surfen, arbeiten, Abschiede und das typisches Backpackerleben

Endlich mal wieder heißgeliebtes free Wifi. Ewig ists her aber mal wieder ganz von vorne. Nach Airlie Beach sind Franzi und ich weiter nach Agnes Water gefahren um dort den bekannten 17Dollar Surfkurs zu machen. Am nächsten Morgen gings auch direkt los. Ein typischer Surferfreak stellte sich als Surflehrer vor und nach der ersten depremierenden Stunde im Wasser kam dann doch der erste Erfolg. Ich bin also schon ein paar Wellen geritten und hatte den mega Spaß! Wir wollten eigentlich direkt weiter zur Sunshinecoast aber der Bus dorthin fuhr erst am nächsten Morgen. Das Hostel war uns aber zu teuer, weshalb wir dann kurzbeschlossen eine Nacht am Strand und an der Busstation verbrachten, welche die lustigste überhaupt wurde. Während der Nacht lernten wir andere Backpacker kennen die uns Schokokekse und ein Ladekabel für mein sau altes Handy schenkten. Ich hatte mein Kabel nämlich beim letzten Fluchtstress verloren und so alt wie das ist gab es keine Möglichkeit es irgendwo nachzukaufen. Wie es aber wiedereinmal gepasst hat, hatte einer der Backpacker sein altes Notfallhandy mit Ladekabel mit, was er mir dann einfach mal so überließ. Später lernten wir wieder weitere Leute kennen mit denen wir dann zum Strand gingen, wo wir plötzlich auf einer Strandparty mit Leuten aus Sri Lanka aus keinem besonderen Grund feierten. Wir bekamen leckere Hähnchen angeboten und hatten Spaß daran dieser komplett anderen Kultur bei ihren Volksgesängen und Tänzen zuzusehen. Als wir dann irgendwann an der Busstation landeten gesellten sich noch 2 Australier zu uns, mit denen wir die letzten, kalten, nächtlichen Stunden über alles mögliche redeten bis plötzlich ein Opossum so nah an uns ran kam, dass wir es auf den Arm nehmen konnten, was selbst die Australier zum ausrasten brachte. Bei Sonnenaufgang bekamen wir dann irgendwann so Hunger, dass wir beim Hintereingang vom Bäcker klopften und fragten ob wir denn schon was kaufen könnten, worauf der liebe Kerl uns 2 frische Schinkenkäsegebäcke schenkte. Nach so einer Nacht kann man dann auch schon einmal einen kleinen Freudentanz auf einer Busstation aufführen! Nach der langersehnten Busfahrt kamen wir endlich an der Sunshinecoast an wo wir wieder für ein paar Tage Couchsurfing machten und uns den ganzen Tag nur die Sonne auf den Bauch scheinen ließen und den Surfern zuschauten. Die Reise ging weiter nach Brisbane wo wir wie immer last minute einen Couchsurfingplatz bei einer superlieben Familie bekamen. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und konnten die Weihnachtsvorbereitungszeit so richtig genießen, mit Plätzchen backen und Weihnachtsfilmen am Fluss mit Openairbühne gucken. Ok, dabei im Pool bei 40°C zu braten war schon seltsam aber eben mal etwas anderes. In Brisbane besuchten wir noch das liebe Ehepaar die mich in meiner 2ten Australienwoche aufgenommen hatten und wurden zum chinesisch Essen eingeladen. Es war wie eine Zeitreise an den Anfang meines Abenteuers, was sich irgendwie ein wenig wie nachhause kommen anfühlte.  Um noch Nimbin, Surfers Paradise und Byron Bay zu sehen machten wir mit einem Australier noch einen Tagesroadtrip und konnten so noch alles mögliche an Hippies und schöner Natur sehen. Brisbane verließen wir dann wieder als sich der Wasserpark meldete und nicht nur ich, sondern auch Franzi einen Job bekam. Ohne Busticket sondern mit der nächsten Mitfahrgelegenheit, die aus 2 Jungs und 2 Mädels bestand und mit der es sehr lustig war, kam ich dann nach Bateau Bay an die Central Coast. Franzi kam einen Tag später mit dem Bus dazu. In Bateau Bay verbrachte ich 5 Wochen. Der Job war es im Pool zu stehen und Kindern oder Eltern zu sagen was sie bitte lassen sollen, wo sie aufpassen müssen und das sie auch wenn sie 10 mal fragen erst auf die Rutsche dürfen wenn der nächste unten ist. Der Job war wahrscheinlich der beste Backpackerjob überhaupt. Wir standen den ganzen Tag im Wasser (was bei den Jungs zu akutem Beinhaarausfall führte), konnten uns bräunen und hatten auch sonst keine schwierige nur eine Nervenaufreibende Arbeit. Heilig Abend verbrachten wir dann zu viert in unserem Arbeitscamp und es war ein sehr sehr schönes Fest, auch wenn es doch komplett anders war. Mit Flunkyballturnieren, Pizzadays, unser unvergesslichen Silvesternacht in Sydney und allem möglichen lustigem Blödsinn verbrachten wir unsere Feierabende die unsere Truppe (ca. 20 Personen) zu einer richtigen süßen Familie zusammenschweißte. Die Zeit verging so schnell wie noch nie und als dann der letze Arbeitstag kam, wollte eigentlich keiner so recht gehen. Von den Jungs noch zur Haltestelle gebracht, drückte ich mir das letzte Tränchen weg, denn Sydney stand ja bevor. Ein Abschied fiel mir noch nie so schwer und ich hoffe nur das ich all diese Menschen noch einmal wiedersehen werde! In Sydney machten Franzi und ich wieder Couchsurfing und ich bekam mein langersehntes Weihnachtspäckchen von zuhause, was mich völlig zum ausrasten brachte. Weil Franzi schon bald nach Deutschland zurück musste und ich mit 3 Mädels einen Roadtrip nach Perth starten wollte, fuhr sie dann weiter nach Melbourne mit dem Bus und wir machten uns wenig später auch mit dem Auto auf. In Melbourne angekommen, traf ich Franzi dann ein letztes mal bevor sie an dem Abend nach Hause fliegen musste. Es war ein wirklich komisches Gefühl tschüss zu sagen weil man sooo viel zusammen erlebt hat und nun alles zu Ende war. Ziemlich traurig trennten sich unsere Wege und die liebe Franzi sitzt jetzt schon wieder zuhause und genießt es in ihrem Bett zu schlafen und mal wieder etwas ordentlich zu essen. Meine neuen Travelmates und ich sind jetzt also gerade auf unserem Roadtrip nach Perth. Die Great Ocean Road liegt hinter uns und ich kann es kaum fassen was für wunderschöne Orte ich schon gesehen habe. Da einige Backpackerfreunde die letzten Wochen nach Hause geflogen sind, dachte ich darüber nach wie es wohl für mich wäre jetzt nach Hause zu gehen. Dabei kam ganz klar heraus, dass es für mich noch viiel zu früh wäre und ich mein komplettes Leben gerade so umgestellt habe, dass es wohl sehr seltsam wird zurück zu kommen. Noch möchte ich nicht wirklich daran denken, außer natürlich an meine Leute die ich so vermisse aber jetzt bleibe ich erst einmal noch hier!

 Machts gut 🙂

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2 thoughts on “Surfen, arbeiten, Abschiede und das typisches Backpackerleben

  1. Joseph

    Jetzt wo ich hier zu Hause sitze, kann ich deinem letzten Part nur zu Stimmen, es war viel zu früh zu fliegen… mach das Beste draus und genieß die Zeit 🙂 Toller Eintrag!

  2. Natalie-Ramona

    Boah, wie geil!!!
    Liebe es dein Abenteuer zu verfolgen!!!
    YOU ROCK ✌️

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