Horseshoe Ranch

2einhalb Wochen sind jetzt um und die Zeit vergeht so schnell, dass ich manchmal schon Angst bekommen ob ich in einem Jahr genug sehen werde. Andererseits kommt mir die Zeit aber auch ewig vor wenn ich daran denke was ich schon alles erlebt habe. Ich werde oft gefragt ob ich Heimweh habe. Dazu kann ich nur sagen, dass ich einige Leute vermisse und gerne hier haben würde aber selber nicht nach Hause möchte. Also nach einer langen Zugfahrt durch wunderschöne Orte kam ich auf der Insel an und habe mich direkt wie im Paradies gefühlt. Auf der Ranch erwarteten mich 2 andere Mädchen die hier arbeiten und ich war froh, dass ein Mädchen aus England und das andere aus den Niederlanden kommt, damit ich nicht in die Versuchung komme würde Deutsch zu sprechen. Mittlerweile macht es sogar Spaß die Fortschritte zu sehen die man macht und auch wenn es nicht direkt auffällt, merkt man dann plötzlich, dass man sich heute schon besser unterhalten konnte als vor einer Woche. Mit Mädels zusammenzuwohnen ist aber so eine Sache. Wir waren alle ziemlich unterschiedlich. Es kam also oft zu Zickereien nur um sich im nächsten Moment wieder gut zuverstehen. Meine Tage sahen so aus, dass ich um kurz vor 6 Uhr aufgestanden bin, dann wurden die Pferde gefüttert und andere Arbeiten erledigt. Nach dem Frühstück, sowie nach der Mittagspause hieß es dann die Pferde zusammenzutreiben und für die Gäste vorzubereiten. Morgens und Abends gab es dann jeweils eine 2stündige Reittour durch den Busch, am Strand entlang und ins Meer. Abends wurde dann wieder gefüttert und den Feierabend konnte ich unterm wunderschönen Sternenhimmel verbringen. An was ich mich mittlerweile gewöhnt habe, ist das Schreien der Opossums und die Gestalten die plötzlich im Dunklen vor dir stehen und sich als Känguru entpuppen. Was sich alles so schön anhört ist aber eigentlich wirklich harte Arbeit, da man viel schleppen musst und die Hitze jeden Schritt anstrengend macht. Bei den Reittouren musste ich als Guide immer wieder erklären wie man sein Pferd denn jetzt anhält, lenkt oder was auch immer. Das kann dann schon ziemlich auf die Nerven gehen, wenn “erfahrene” Reiter plötzlich doch nicht wissen wie man denn jetzt genau anhält und andere auch nach dem 3ten mal erklären immer noch nicht zuhören wollen. Pferde mit Kindern drauf mussten meistens geführt werden, wodurch man dann ein Pferd beim reiten hinter sich her zerren und gleichzeitig auf andere Reiter und Pferde acht geben musste. Froh war ich dann immer wenn wir am Strand ankamen und ich mich im Wasser abkühlen konnte, auch wenn man dabei natürlich wieder Pferde führen und aufpassen musste, dass keiner runterfällt. Das lustigste Erlebnis war aufjedenfall als eine Frau plötzlich vom Pferd sprang weil sie mal musste und dann keine Ahnung hatte wie sie denn jetzt wieder hoch kommt. Anstatt mir zuzuhören versuchte sie es auf ihre Art, wodurch ihr Pferd einen Sprint durch den Busch hinlegte und sie den Schock ihres Lebens bekam. Am Ende hat sie mich dann gefühlte 10 Minuten umarmt und sich für meine Tipps bedankt. Es steckt aufjedenfall mehr Verantwortung hinter dem Job als ich dachte, vor allem wenn man zum Beispiel alleine mit 3 Kindern unterwegs ist und man weiß wenn jetzt etwas passiert, steckt man in großen Schwierigkeiten. Alles in allem hat es aber sehr viel Spaß gemacht und auch die Feierabende waren immer schön. Wenn man offen ist, lernt man hier schnell viele Leute kennen und sitzt plötzlich mit 10 anderen Leuten zusammen, die alle unterschiedlich alt sind und aus unterschiedlichen Ländern kommen. Da ich jetzt mehr von der Insel sehen möchte und dazu mehr Freizeit brauche, fahre ich Montag zu einem anderen Ort hier auf der Insel, wo ich weniger arbeiten muss aber auch Unterkunft und Verpflegung bekomme.

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2 thoughts on “Horseshoe Ranch

  1. Natalie

    Pretty nice!!
    Bist du dann auf der Reittour mit den Gästen alleine gewesen?? Echt cool, soviel Verantwortung zu bekommen! Bin stolz auf dich!

  2. wir sind immer mit 3-4 Guides los aber mussten uns oft trennen weil das sonst zu lange gedauert hätte. Dann hatte ich öfter 3 Leute die ich alleine durch den Busch führen musste. Danke 🙂

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