Margaret River, Perth und das Ende meiner Reise

Bevor Melissa und Paul weitergezogen sind, um die Reise zu beginnen, die ich bereits hinter mir habe, verbrachten wir unsere Zeit in Margaret River, die leider sehr regnerisch wurde. Pauls Geburtstag nutzen wir um mal wieder ganz zivilisiert Essen zu gehen. Ab und zu sich nicht wie ein Backpacker, sondern wie ein Urlauber zu fühlen hat was. Was auch sehr cool war, war ein Besuch in einem riesengroßen Labyrinth. Wir schlugen alle verschiedene Wege ein, trafen uns in Sackgassen und rannten wie bekloppte wieder in verschiedene Richtungen voreinander weg. So richtig Adrenalin wird freigesetzt wenn dir plötzlich soeine Melissa folgt, ich ganz siegessicher vorne weg laufe, plötzlich merke der Weg geht nicht weiter und sobald man sich umdreht dann wieder nur zweite ist. Wir rannten also alle schnaufend wie verreckende Pferde durch die Gänge. Hauptsache nicht aufgeben obwohl man halbtot ist. Tjaaa wer war wohl als erstes am Ziel. Riiiichtig. Ich! Voll easy 😀 Gerade als Melissa, völlig fertig, als letzes am Ziel ankam, wollte es Paul aber wissen und war schneller wieder auf dem Weg zum Eingang als man gucken konnte. Alles nochmal von vorne also aber nicht mir mir. Ich war schneller. Sorry Melissa und Paul. Ihr habt keine Chance 😀 Die Zeit bis zum Abschied wurde immer kürzer und ich wusste immer noch nicht wo ich bleiben würde. Nachdem ich mir eine Wwoofingfarm anschaute, wo ich bleiben könnte, war ich aber irgendwie auch nicht zufrieden. Ich wollte langsam nicht mehr alles tun nur um in Australien zu bleiben. Jobaussichten sahen schlecht aus und langsam kam der Gedanke auf ob es nicht Zeit war nachhause zu gehen. Ich hatte alles gesehen und getan was ich wollte, hatte aber noch eine Menge Zeit vor mir. Da es da einen gab den ich sehr vermisst habe, kam das natürlich auch dazu und war eigentlich auch der größte Grund. Ich hatte aber Angst, dass ich vielleicht unbewusst nur nach Hause fliegen möchte weil ich kein Geld mehr hatte und nicht wusste wo ich bleiben soll. Das schien mir wie aufgeben und damit konnte ich mich nicht abfinden und so schob ich den Gedanken erst einmal ganz weit nach hinten. In einem Caravanpark der uns allen gefiel und in der Stadt liegt, kam es dann dazu, dass ich einfach nach einem Job fragte und Zack eingestellt wurde. Melissa und Paul konnten sich so beruhigt, nach dem wir natürlich den ersten Tag der Surfmeisterschaft gesehen hatten und noch einmal selber gesurft hatten, weiter fahren. Der Abschied war hart, Tränchen gabs und ich vermisse sie immernoch seehr sehr dolle. Weiter musste es trotzdem gehen. Für mich hieß es zurück ins Hostel. Privatsphäre goodbye, dafür aber Leute kennenlernen. Der Job gefiel mir gut, die Stadt mochte ich sowiso, ich lernte coole Leute kennen und war nahe am Strand aber irgendwie war da immer dieses vermissen. Nach langen Telefonaten nach Hause beschloss ich dann, dass es Zeit war für mich nach Hause zu gehen. Als ich nach Australien ging, wollte ich einfach nur weg von allem und das am liebsten solange wie möglich. Raus aus meiner kleinen Welt, um zu sehen was es noch für andere Möglichkeiten gibt zu leben. Ich wollte kein „Standartleben“ und mich einfach für eine Zeit von meinem gesamten Umfeld abkapseln. Auf meiner Reise erlebte ich zum ersten mal in meinem Leben wirklich schreckliche Situationen kennen. Zum ersten mal gab es keinen Ort an den man jederzeit zurückkehren konnte, niemanden der dich wirklich kennt und auch keine Sicherheiten mehr. Es gab auch kein aufgeben, weil es niemanden gibt der er für dich weitermacht. Es bleibt einem nicht anderes übrig als weiterzumachen, egal wie schwer es ist. Es gab keinen der mich gesucht hätte wenn ich abends nicht im Bett liege und jedem Menschen dem man etwas länger begegnet, schenkt man sein ganzes komplettes Vertrauen, wodurch man schnell verarscht werden kann. Auf der anderen Seite erlebte ich riesige Wunder, wurde beschenkt, sah unvorstellbar schöne Orte und lernte viele reisende Menschen kennen, die alle irgendwo genauso verrückt waren wie ich. Keiner hatte Vorurteile, weil er irgendwelche Geschichten über dich kennt und plötzlich merkt man wie groß die Welt ist und, dass es soviel ganz verschiedene Menschen gibt, die alle ihre Geschichte haben. Menschen bei denen ich zuhause wahrscheinlich mit einem Blick tausend Vorurteile gehabt hätte. Ich änderte meine Sichtweise von vielen Dingen und musste lernen ohne Stress, Sorgen und in völliger Freiheit zu leben. Was mir am Anfang Angst machte, wie nicht zu wissen was die nächsten Tage, Wochen oder Monate passieren würde, begann ich plötzlich zu genießen. Es wurde mir egal was andere Leute über mich denken, denen ich doch eigentlich gar nicht wichtig bin. Ich realisierte was und wer mir wichtig ist. Meine Reise bestand nicht nur daraus schöne Dinge zu sehen. Das war ein kleiner Teil. Vielmehr war es eine Schule die mich Dinge wie Vertrauen, Selbstständigkeit oder Offenheit lehrte. Wahrscheinlich kann auch nur jemand all dies verstehen, der so etwas mal gemacht hat. Der Grund warum ich überhaupt hier war, war plötzlich ein anderer und deswegen konnte ich überglücklich durch alle meine guten wie auch schlechten Erfahrungen doch frühzeitig nach Hause kommen. Zuhause ist ein wunderschönes Wort! Meine letzte Woche verbrachte ich noch in Perth, wobei ich noch ein letztes mal ziemlich coole Leute traf und wir Bars abklapperten, shoppen waren und den Anblick vom Kingspark auf die Stadt und den Fluss genossen. Wirklich traurig aber auch froh meine Leute in Deutschland zu sehen, gings dann auf meine letzte Reise nach Hause. Erst als meine Eltern dann am Flughafen standen konnte ich mich wirklich freuen nach Hause zu kommen. Aus 365 Tagen sind letztendlich 259 Tage geworden. Jetzt bin ich schon seit fast einer Woche zuhause und fühle mich immer noch etwas fremd und es wird wohl auch noch dauern bis das Gefühl weggeht, dass ich nur zu Besuch bin. Es ist unglaublich in was für einem Luxus ich plötzlich wieder lebe und was noch unglaublicher ist, ist, dass ich meine Freunde und Familie wieder um mich habe.Alles in allem war Australien an sich, genauso wie auch alleine herzukommen, eine sehr gute Entscheidung,. Hätte ich gewusst was für Situationen mich erwarten würden, wäre ich wahrscheinlich nie los gereist. Im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass ich nicht darüber nachgedacht und es einfach gemacht habe. Fest steht: Ich komme wieder und meine nächsten Reisen stehen bevor. Meine Reise durch Australien ist nun zu ende aber mein Abenteuer geht weiter!

Advertisements
Categories: Uncategorized | 2 Comments

Roadtrip-Westküste

Die letzen 4 Wochen bekamen wir Australiens ganze Schönheit zu sehen. Nachdem ich Paul und Melissa erst noch alle günstigen Läden und typisches Backpacker-essen zeigte ging es auch schon los. Sandwüsten, ausgetrocknete Flüsse, gewaltige Felsformationen, die typische rote Erde und wieder grüner werdende tropische Landschaften erstreckten sich vor uns und je weiter wir fuhren desto heißer wurde es. Die Hitze war anfangs noch das kleinere Problem. Vielmehr störten uns die vielen Fliegen die einfach überall waren und uns im riesigem Chor ihr schönstes Summen in unsere Gehirne brannten. Wer mal wissen möchte wie es sich anfühlt zehntausend Fliegen (natürlich noch weit untertrieben) überall auf seinem Körper zu haben oder sich darin testen möchte wie lange man es schafft nicht auszurasten, der sollte dringend die Westküste besuchen. Gewöhnen konnte man sich schließlich an alles und Rettung fanden wir immer wieder an der Küste, wie in einem kleinen Pool umgeben von Felsen direkt am Meer, einem Reservat in dem Wir Delphine ganz nah im flachen Wasser sehen konnten, einem Strand der komplett aus Muscheln besteht oder einfach ein Meer indem ich mich in Rastpausen zur Abkühlung reinlegen konnte. Diese Momente ließen uns wieder alles andere vergessen und dies sind ja schließlich auch die Momente auf die es ankommt. Wenn wir mal einfach nur gechillt haben, kam es dann auch dazu, dass ich mich im Haare schneiden an Paul testen konnte. Kleine Vertrauensübungen stärken ja bekanntlich das Gruppengefühl. Ganz andere Gefühle kamen allerdings in uns auf als wir eines Nachmittags zu einem free Camp fahren wollten, von dem in der Beschreibung nur gutes stand. Wir folgten der Beschreibung und fanden uns plötzlich in einer heruntergekommenen Blechhütten und Wohnwagensiedlung wieder, die einerseits noch bewohnt aber andererseits ausgestorben aussah. Zuvor noch hatten wir nicht weit entfernt eine nicht ganz so nette Unterhaltung mit den Aborigines, sodass wir etwas Schiss bekamen und wieder wegfuhren. Da wir aber keine andere Übernachtungsmöglichkeit hatten und weiter weg noch andere ältere Camper sahen, fuhren wir noch einmal in das Gebiet, wo wir dann auch wirklich ein Campingplatzschild entdeckten und uns auch einer der Männer freundlich sagte wo wir uns hinstellen könnten. Letztendlich erfuhren wir dann am nächsten Tag, dass die Hütten wirklich den Einheimischen des Dorfes gehören und immer noch genutzt werden. Nach all dem machten wir uns endlich auf zum Karijini National Park auf den ich mich schon in Deutschland gefreut habe.Komischerweise frei von Fliegen erkundeten wir die wunderschönen roten Schluchten, durch die Wasser floss, welches manchmal sehr flach und ab und zu auch ganz schön tief sein konnte. Das Highlight war dann der Kermits Pool. Ein Pool der in einer Schlucht liegt, zu dem der Weg aber laut Schildern nur von sehr erfahrenen und körperlich sehr fitten Buschwanderern beschritten werden sollte. Da wir uns aber den Pool nicht entgehen lassen wollten, nahmen wir den Weg auf uns, der an Leitern in die Schlucht hinunter führte und irgendwann durch hohes Wasser versperrt war. Rucksäcke mussten wir also zurücklassen und uns durch das Wasser vor tasten oder am Felsrand entlanghangeln. Der Weg und der Pool am Ende waren für mich bis jetzt das allerbeste in ganz Australien und ich fühlte mich die ganze Zeit wie im Film. Wenn also jemand die Reise zum Mittelpunkt der Erde machen möchte, dann bin ich dabei! Immer noch wie high von dem was wir gesehen hatten, landeten wir irgendwann in Broom, wo die Luftfeuchtigkeit so hoch war, dass man auch beim gar nichts tun pitschnass war und alles nur noch lief und lief. Nach ein paar Tagen entschieden wir wieder die ganze Küste herunterzufahren, was schneller als gedacht, nämlich dank paul in 3 Tagen, getan war. Zurzeit sind wir in Margaret River, einer schönen Surferregion, die mich schon bei meinem ersten Besuch ins Surf-fieber versetzt hatte. Als wir an einem Strand den Surfern zuschauten gerieten plötzlich einige Eltern in Panik und winkten alle Leute aus dem Wasser. Paul, der dann endlich verstand, das wirklich alle an den Strand kommen sollten, kam dann auch raus und uns wurde klar, das sich ein Hai im Wasser befand. Wenig später waren es dann auch schon zwei und einige bekloppte Fischer versuchten mit einem Surfboard so nah wie möglich an den hai zu kommen um frischen Fisch an der Angel genau auf ihn drauf zu schmeißen. Gefangen werden konnten die Haie aber nicht und wirklich besonders welche in der Region im Meer zu haben ist es auch nicht. Trotzdem versuchten Paul und ich mit einem geliehenem Board also unser Glück und für mich steht fest, dass ich hier bleiben und weiter surfen lernen möchte. Bald stehen hier die Surf Weltmeisterschaften an und bis zu dem Spektakel bleiben wir noch alle zusammen hier. Danach heißt es dann schon wieder Abschied nehmen. Mal schauen was mir danach dann noch so passiert.

Machts gut

Categories: Uncategorized | Leave a comment

Roadtrip von Adelaide bis Perth- endlose Weite und wunderschöne Strände

Ich sitze gerade nach einer sterbens heißen Autofahrt auf einem Campingplatz und habe mal wieder Zeit euch meine Erlebnisse unter die Nase zu reiben. Ursprünglich war ich ja mit 3 anderen Mädels unterwegs bis nach Perth. In Adelaide und nach einem riiichtig gutem Döner (nachträgliches Geburtstagsgeschenk für Jess) trennten sich dann unsere Wege. Auch nach so vielen Abschieden weiß ich immer noch nicht damit umzugehen und werde es auch immer hassen. Jess und ich fuhren also alleine zurück und mussten Vanessa und Fabi zurücklassen. Tja so startete dann unser Roadtrip Part 2. Wir wollten nach Perth, das war klar aber was uns so auf der Strecke erwarten würde, war irgendwie nicht ganz so klar. Entschlossen und abenteuerlustig ging es also den Süden entlang in Richtung Westen. Ganz bald wurde uns dann klar, dass wir immer weiter weg von der Zivilisation fuhren. Vorbei an sich ständig wechselnder und wunderschöner Landschaft, verbrachten wir unsere Nächte z.B. in einem heruntergekommenen aber auch ziemlich coolem Mienendörfchen. Wir fuhren so lange bis wir zu müde wurden oder die Sonne unterging weil es nichts außer Weite und noch mehr Weite gab. Einige Nächte waren aber auch sehr sehr unheimlich, da es ziemlich seltsam ist wenn man mitten in der Wildnis am Rand des Highways sein Zelt aufschlägt und plötzlich bei Dunkelheit Stimmen zu hören sind, die sich heftig streiten oder Lichter plötzlich in dein Zelt leuchten. Also in der Dunkelheit im Outback kann man auch schon mal von einem Astknicken einen Herzinfarkt bekommen. Allerdings ist es auch etwas beunruhigend, wenn ein kiffender Hippie Opa uns in seinem Auto gegenübersteht und die Sonne langsam untergeht. Der ist zum Glück aber später abgehauen und ich lebe noch und bin unversehrt. Trotz unheimlicher Nächte und langen heißen Autofahrten, hatten wir dank baby, one more time und anderer Musik, die unsere talentierten Stimmen perfekt hervorhoben, trotzdem gute Laune. Eines was wir auf der Tour durch das Outback gelernt haben ist, lass niemals Essensreste vor deinem Zelt liegen. Mitten im Nirgendwo wurden wir plötzlich wach von Geräuschen, als würden 5 Bären das Auto auseinander nehmen. Schnell wurde klar, dass sich Dingos über unsere angetrocknete Pfanne sehr freuten, wir sie aber durch rütteln am Zelt verscheuchen konnten. Am nächsten Morgen öffneten wir völlig verpennt unser Zelt und stellten fest, dass unser Geschirr über den ganzen Platz verteilt war. Da haben wir also wieder was gelernt :). Endlich näherten wir uns der Grenze zu West Australien, über die man leider keine Früchte und Gemüse mitnehmen darf. Leider bestand unser tägliches Essen seit einiger Zeit aus Toast und Cornflakes zum Frühstück und gekochten oder gebratene Möhren zum Abendessen. Die zugenommenen Kilos mussten ja irgendwie wieder schwinden. Unsere Möhren waren also unser Heiligtum und da auch laaaaange lange nach der Grenze einfach NICHTS kommt, mussten wir wohl oder übel schmuggeln. Dank unserem Messiauto, was gründlich durchsucht wurde, behielten die Möhrchen ihr zuhause und wir unsere gute Laune. Vielleicht lag es auch daran, dass wir solange alles aufgezählt haben an Essen was es außer Möhren gab und gefragt haben, ob das denn auch erlaubt ist. Nerven, sich dummstellen, und unordentlich sein hat schließlich prima geklappt und so landeten wir auf der anderen Seite. Nach dem ersten mal Zivilisation und endlich wieder Handyempfang, war es als hätten wir zum ersten mal im Leben Menschen und einen Supermarkt gesehen. Freude pur also über ein winziges Dörfchen mit überteuertem Eiskaffee, den wir uns sowas von gönnten! Die schönste Natur lag nun nicht mehr weit entfernt und bald erreichten wir einsame weiße Strände mit türkisem Wasser, die ich mir in meinen schönsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Riesige hohle Bäume, gewaltige Felsen und Aussichten konnten wir genießen und kein Foto kann wirklich wiedergeben, was unsere Augen gesehen haben. Nach all diesen wunderschönen und unglaublichen Dingen ging es dann zu unserem Ziel Perth, wobei der Weg eigentlich immer das Ziel ist. In Perth warteten schon die Australischen Frischlinge Melissa und Paul auf mich, damit wir zusammen weiterreisen konnten. Und so endete Jess und meine Reise in Perth. Da Jess aber aus Bielefeld kommt werden wir uns garantiert wiedersehen, was die ganze Sache nicht so schwer macht. Jetzt bin ich schon wieder seit 2 Wochen mit Melissa und Paul unterwegs und schon fast 7 Monate in Australien. Diese ganze Tour gibt’s dann nächstes mal. Machts gut 🙂

Categories: Uncategorized | Leave a comment

Surfen, arbeiten, Abschiede und das typisches Backpackerleben

Endlich mal wieder heißgeliebtes free Wifi. Ewig ists her aber mal wieder ganz von vorne. Nach Airlie Beach sind Franzi und ich weiter nach Agnes Water gefahren um dort den bekannten 17Dollar Surfkurs zu machen. Am nächsten Morgen gings auch direkt los. Ein typischer Surferfreak stellte sich als Surflehrer vor und nach der ersten depremierenden Stunde im Wasser kam dann doch der erste Erfolg. Ich bin also schon ein paar Wellen geritten und hatte den mega Spaß! Wir wollten eigentlich direkt weiter zur Sunshinecoast aber der Bus dorthin fuhr erst am nächsten Morgen. Das Hostel war uns aber zu teuer, weshalb wir dann kurzbeschlossen eine Nacht am Strand und an der Busstation verbrachten, welche die lustigste überhaupt wurde. Während der Nacht lernten wir andere Backpacker kennen die uns Schokokekse und ein Ladekabel für mein sau altes Handy schenkten. Ich hatte mein Kabel nämlich beim letzten Fluchtstress verloren und so alt wie das ist gab es keine Möglichkeit es irgendwo nachzukaufen. Wie es aber wiedereinmal gepasst hat, hatte einer der Backpacker sein altes Notfallhandy mit Ladekabel mit, was er mir dann einfach mal so überließ. Später lernten wir wieder weitere Leute kennen mit denen wir dann zum Strand gingen, wo wir plötzlich auf einer Strandparty mit Leuten aus Sri Lanka aus keinem besonderen Grund feierten. Wir bekamen leckere Hähnchen angeboten und hatten Spaß daran dieser komplett anderen Kultur bei ihren Volksgesängen und Tänzen zuzusehen. Als wir dann irgendwann an der Busstation landeten gesellten sich noch 2 Australier zu uns, mit denen wir die letzten, kalten, nächtlichen Stunden über alles mögliche redeten bis plötzlich ein Opossum so nah an uns ran kam, dass wir es auf den Arm nehmen konnten, was selbst die Australier zum ausrasten brachte. Bei Sonnenaufgang bekamen wir dann irgendwann so Hunger, dass wir beim Hintereingang vom Bäcker klopften und fragten ob wir denn schon was kaufen könnten, worauf der liebe Kerl uns 2 frische Schinkenkäsegebäcke schenkte. Nach so einer Nacht kann man dann auch schon einmal einen kleinen Freudentanz auf einer Busstation aufführen! Nach der langersehnten Busfahrt kamen wir endlich an der Sunshinecoast an wo wir wieder für ein paar Tage Couchsurfing machten und uns den ganzen Tag nur die Sonne auf den Bauch scheinen ließen und den Surfern zuschauten. Die Reise ging weiter nach Brisbane wo wir wie immer last minute einen Couchsurfingplatz bei einer superlieben Familie bekamen. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und konnten die Weihnachtsvorbereitungszeit so richtig genießen, mit Plätzchen backen und Weihnachtsfilmen am Fluss mit Openairbühne gucken. Ok, dabei im Pool bei 40°C zu braten war schon seltsam aber eben mal etwas anderes. In Brisbane besuchten wir noch das liebe Ehepaar die mich in meiner 2ten Australienwoche aufgenommen hatten und wurden zum chinesisch Essen eingeladen. Es war wie eine Zeitreise an den Anfang meines Abenteuers, was sich irgendwie ein wenig wie nachhause kommen anfühlte.  Um noch Nimbin, Surfers Paradise und Byron Bay zu sehen machten wir mit einem Australier noch einen Tagesroadtrip und konnten so noch alles mögliche an Hippies und schöner Natur sehen. Brisbane verließen wir dann wieder als sich der Wasserpark meldete und nicht nur ich, sondern auch Franzi einen Job bekam. Ohne Busticket sondern mit der nächsten Mitfahrgelegenheit, die aus 2 Jungs und 2 Mädels bestand und mit der es sehr lustig war, kam ich dann nach Bateau Bay an die Central Coast. Franzi kam einen Tag später mit dem Bus dazu. In Bateau Bay verbrachte ich 5 Wochen. Der Job war es im Pool zu stehen und Kindern oder Eltern zu sagen was sie bitte lassen sollen, wo sie aufpassen müssen und das sie auch wenn sie 10 mal fragen erst auf die Rutsche dürfen wenn der nächste unten ist. Der Job war wahrscheinlich der beste Backpackerjob überhaupt. Wir standen den ganzen Tag im Wasser (was bei den Jungs zu akutem Beinhaarausfall führte), konnten uns bräunen und hatten auch sonst keine schwierige nur eine Nervenaufreibende Arbeit. Heilig Abend verbrachten wir dann zu viert in unserem Arbeitscamp und es war ein sehr sehr schönes Fest, auch wenn es doch komplett anders war. Mit Flunkyballturnieren, Pizzadays, unser unvergesslichen Silvesternacht in Sydney und allem möglichen lustigem Blödsinn verbrachten wir unsere Feierabende die unsere Truppe (ca. 20 Personen) zu einer richtigen süßen Familie zusammenschweißte. Die Zeit verging so schnell wie noch nie und als dann der letze Arbeitstag kam, wollte eigentlich keiner so recht gehen. Von den Jungs noch zur Haltestelle gebracht, drückte ich mir das letzte Tränchen weg, denn Sydney stand ja bevor. Ein Abschied fiel mir noch nie so schwer und ich hoffe nur das ich all diese Menschen noch einmal wiedersehen werde! In Sydney machten Franzi und ich wieder Couchsurfing und ich bekam mein langersehntes Weihnachtspäckchen von zuhause, was mich völlig zum ausrasten brachte. Weil Franzi schon bald nach Deutschland zurück musste und ich mit 3 Mädels einen Roadtrip nach Perth starten wollte, fuhr sie dann weiter nach Melbourne mit dem Bus und wir machten uns wenig später auch mit dem Auto auf. In Melbourne angekommen, traf ich Franzi dann ein letztes mal bevor sie an dem Abend nach Hause fliegen musste. Es war ein wirklich komisches Gefühl tschüss zu sagen weil man sooo viel zusammen erlebt hat und nun alles zu Ende war. Ziemlich traurig trennten sich unsere Wege und die liebe Franzi sitzt jetzt schon wieder zuhause und genießt es in ihrem Bett zu schlafen und mal wieder etwas ordentlich zu essen. Meine neuen Travelmates und ich sind jetzt also gerade auf unserem Roadtrip nach Perth. Die Great Ocean Road liegt hinter uns und ich kann es kaum fassen was für wunderschöne Orte ich schon gesehen habe. Da einige Backpackerfreunde die letzten Wochen nach Hause geflogen sind, dachte ich darüber nach wie es wohl für mich wäre jetzt nach Hause zu gehen. Dabei kam ganz klar heraus, dass es für mich noch viiel zu früh wäre und ich mein komplettes Leben gerade so umgestellt habe, dass es wohl sehr seltsam wird zurück zu kommen. Noch möchte ich nicht wirklich daran denken, außer natürlich an meine Leute die ich so vermisse aber jetzt bleibe ich erst einmal noch hier!

 Machts gut 🙂

Categories: Uncategorized | 2 Comments

El Arish und Airlie Beach-weiter geht das Abenteuer

Die Weihnachtszeit hat angefangen und ich sitze hier bei 30 °C in der Sonne und bekomme davon so gut wie nichts mit. Seit dem ich aus dem Hostel in Mission Beach ausgecheckt habe ist schon wieder soviel passiert, dass ich gar nicht genau weiß wo ich anfangen soll. Also mal ganz von vorne . In Mission Beach habe ich ein Mädchen (Franzi) kennengelernt, das nicht ganz wusste wie es weitergeht weil ihre Freunde ohne sie weiterreisen würden. Für mich kam das ganz passend weil ich nicht alleine auf meine Wwofing-Farm wollte. Zack haben wir uns gefunden und sind dann zu zweit auf die Farm in den Regenwald gezogen. Der erste Eindruck hat uns direkt so überwältigt weil wir ein Häuschen mitten auf einem Berg hatten und ringsherum nur Wald war. Wenn sich ein Tarzan an den Lianen vorbei geschwungen hätte, würde ich mich nicht wundern, so eine andere Welt war es plötzlich. Unsere Regenwaldtoilette und Dusche ohne Wand war natürlich bombastisch. Wer kann denn behaupten schon mal beim „für kleine Aussies“ den Ausblick in den Regenwald gehabt zu haben. 2 Australier die nicht weit weg wohnten haben uns dann täglich mitgenommen um uns die schönsten Wasserlöcher und Wasserfälle zu zeigen. Wir haben also wirklich die schönsten und verstecktesten Orte gesehen, sind Quad gefahren auf der Suche nach Krokodilen, haben geangelt, viele und noch mehr Bananen gegessen und eine Nacht auf dem höchsten Punkt in einem Tipi übernachtet. Einzuschlafen, dabei all die verschiedenen Tiergeräusche zu hören und den Mond zu betrachten ist schon ein Erlebnis wert! So schön die Tage auch waren, gab es dann aber leider einen Tag an dem alles schief lief. Am Wasserfall sind wir noch total gut drauf die Steine runtergerutscht und gerade als wir gehen wollten ist Franzi ganz böse umgeknickt. Zurück zuhause konnte sie dann fast nicht mehr laufen und die Stimmung war sowieso ganz am Boden weil plötzlich ein riesiger Familienstreit am ausbrechen war. Wir wurden noch ganz nett gebeten in unserer Hütte zu warten bis alles geklärt war. Das „klären“ artete aber leider in einem riesigen Drama aus, worauf der Sohn des Farmers plötzlich zu uns kam und meinte wir sollen sofort unsere Sachen packen und er bringt uns zurück ins Hostel. Er uns seine kleine Schwester sind dann mit Sack und Pack mit uns los und in dem Moment hatte man eher Mitleid mit der kleinen Tochter, als das man sich um sich selber Sorgen machen konnte. Völlig aufgeschmissen standen wir dann wieder an der Busstation, als es auch noch in Strömen zu regnen anfing und wir kaum vorwärts kamen weil Franzi ja nicht laufen konnte. Um aus der Situation das beste zu machen blieben wir diese Nacht noch im Hostel und ich kaufte mir ein Busticket um die Ostküste runter zufahren. Am nächsten Morgen kam dann die nächste Enttäuschung. Der Arzt wollte sich den Fuß nur für 70 Dollar angucken und keine Krankenkassenkarte akzeptieren, dann aber sowieso nur einen Verband drum machen. Das haben wir uns dann gespart und sind am Mittag mit dem Bus nach Airlie Beach gefahren wo wir im letzten Moment noch einen kostenlosen Schlafplatz bei einem netten Securitykerl bekommen haben. Nach all der Aufregung angekommen waren wir einfach nur froh wie sich doch alles noch ergeben hat und konnten unser Glück kaum fassen. Jetzt sind wir schon fast 2 Wochen hier und hatten wirklich eine sehr schöne Zeit. Franzis Fuß ist langsam besser geworden und eine Segeltour die wir noch gebucht hatten war dann das Highlight. Wir waren an einem weißen Sandstrand, der wirklich der Himmel auf Erden ist, haben im Great Barrier Reef geschnorchelt wobei ich ca. 5 Minuten neben einer Schildkröte geschwommen bin und sie anfassen konnte. Delphine und wunderschönes Türkises Wasser haben wir gesehen und abends lagen wir an Deck, haben uns den krassen Sternenhimmel angeguckt und wurden schon mal in den Schlaf geschaukelt. Was ziemlich blöd ist ist, dass mein Handyladekabel verloren gegangen ist, mein neues nicht kommt und wir morgen weiterfahren. Aber irgendwie klappt das auch schon. Also machts gut, genießt die Weihnachtszeit und bis zum nächsten Abenteuer.

 

Categories: Uncategorized | Leave a comment

nur am chilln

Nach Magnetic Island bin ich zum Couchsurfing nach Townsville gefahren. Nach einer ewig langen Busfahrt raus aus Townsville stieg meine Aufregung mit jedem weiteren Kilometer in kahle Wohnsiedlungen an und ich war mir plötzlich nicht mehr so sicher ob das so eine gute Idee war. Kaum ausgestiegen wurde ich dann auch gleich gefragt ob ich mich nicht verlaufen hätte weil die Wohnsiedlungen anscheinend sehr kriminell und nicht gerade Backpackerfreundlich wäre. Endlich am richtigen Haus angekommen machten mir dann aber andere deutsche Backpacker die Tür auf und ich stand in einem Wohnzimmer voller Schlafsäcke. Die krasse Überraschung die ich echt nicht erwartet hatte war dann der Garten. Ein riesiges Grundstück mit einem Fluss und wunderschönen Pflanzen lag vor mir, was einfach das komplette Gegenteil zu dem war, was ich vor dem Haus gesehen hatte. Insgesamt hatte ich wirklich drei sehr schöne Tage in Townsville. Ich habe sehr coole Leute kennengelernt und den ganzen Tag am Fluss und einen Tag in der Stadt verbracht. Mit einer Mitfahrgelegenheit bin ich dann weiter nach Mission Beach gefahren, wo ich schon wieder im nächsten Paradies war. Für Unterkunft, Internet und freie Waschmaschine musste ich die letzten 2 Wochen jeden Tag 3 Stunden in dem Hostel arbeiten, was mir aber Spaß gemacht hat weil es ein sehr sauberes und kleines Hostel ist und die Manager mir wirklich jeden Tag gesagt haben wie sehr sie meine Arbeit schätzen. Hier wird nur gechillt und man hat einfach kein Zeitgefühl mehr, weswegen dann auch 2 Wochen wie im Flug vergangen sind. Mein Staffteam besteht leider fast nur aus Deutschen, weswegen mein Englisch auf der Strecke bleibt aber so ist das halt in Hostels. Mit Grillabenden und Lagerfeuer am Strand haben wir uns die Zeit vertrieben. Ansonsten relaxt man im Pool oder am Strand. Also ich fühle mich wie im Urlaub! Nachdem ich einen Job als Kellner ergattert hatte freute ich mich auf meinen ersten Tag, der dann aber schneller endete als ich dachte. Nach ein paar Stunden Arbeit bei der eigentlich alles super geklappt hat, bat der Koch dann nicht gaanz so freundlich den Chef mich rauszuschmeißen weil ich ihn nicht sofort verstanden hatte. Naaaaja zwar enttäuscht und verwirrt aber auch reicher an Erfahrung machte ich mich dann wieder auf nach Hause. Zeit für Traurigkeit war aber nicht weil am nächsten Tag schon gleich die nächste Herausforderung auf mich wartete. Nach langer Zeit nur Automatik fahren und noch nicht an den Linksverkehr gewöhnt bekam ich dann die Busschicht. Nach 2 Fahrstunden mit dem riesigem Van war ich dann aber soweit wieder drinn und musste dann auch schon per Kartenbeschreibung den mit 9 Personen vollbeladenen Van durch den Regenwald fahren. Hört sich geil an? Ist auch so! Nachdem ich hier keinen Job gefunden habe, habe ich wahrscheinlich für Januar Arbeit in einem Wasserpark bei Sydney, weswegen ich mich jetzt wieder auf den Weg nach unten mache. Vorher aber gehe ich wieder mit einem anderen Mädchen aus dem Hostel für eine Woche wwoofen um noch Wasserfälle und Schwimmlöcher zu sehen und meine Segeltour durch die Whitsundays ist auch schon gebucht. Ich vermisse meine Freunde und Familie schon sehr stark aber ich liebe mein Abenteuer hier und kann die nächsten Monate kaum erwarten.

 

See ya!

Categories: Uncategorized | Leave a comment

Goodbye my Paradise

Am Samstag morgen geht meine Zeit auf Magnetic Island zu ende. Ich mache mich mit einer Mitfahrgelegenheit auf den Weg nach Mission Beach ins Absolute Backpackers wo ich für 3 Stunden Arbeit am Tag eine freie Unterkunft, Waschmaschine und Internet bekomme. Vorher aber bleibe ich noch bis Montag in Townsville auf dem Festland und erkunde die Gegend. Einerseits fällt es mir schwer zu gehen weil ich wirklich eine wunderschöne Zeit hier hatte, in der ich coole Leute kennengelernt, Filmnächte oder Beachpartys gemacht habe und ich es eigentlich jeden Tag nicht glauben konnte in was für einem Paradies ich bin, andererseits bin ich schon 5 Wochen hier und es wird Zeit für neue Entdeckungen. Hier bei dem 2ten Ort wo ich bis jetzt gewohnt habe, hatte ich fast nur Freizeit und musste nur morgens Gartenarbeit erledigen oder ein wenig putzen, was aber nicht der Rede wert war. In dem Haus habe ich mit dem Besitzer Paul und seiner Tochter Kayte zusammengewohnt, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe! Ich war mit Paul Krabben fangen und bin durch einen Fluss gefahren, indem ich mein erstes Krokodil gesehen habe. Die meiste Zeit lag ich aber im 20 cm hohem warmen Wasser am Strand mit Blick aufs Festland oder saß auf der Seebrücke. Wenn ich dann Abends auf einem Berg saß, von wo aus ich die halbe Insel mit all ihren kleinen Buchten, das Meer und das Festland überblicken und den Sonnenuntergang anschauen konnte, hab ich mich dann endgültig wie in einer anderen Welt gefühlt. Also Magnetic Island ist wirklich ein sehenswerter Ort, den ich wahrscheinlich sehr vermissen werde. Aber meine Reise muss weitergehen 🙂

Categories: Uncategorized | Leave a comment

Horseshoe Ranch

2einhalb Wochen sind jetzt um und die Zeit vergeht so schnell, dass ich manchmal schon Angst bekommen ob ich in einem Jahr genug sehen werde. Andererseits kommt mir die Zeit aber auch ewig vor wenn ich daran denke was ich schon alles erlebt habe. Ich werde oft gefragt ob ich Heimweh habe. Dazu kann ich nur sagen, dass ich einige Leute vermisse und gerne hier haben würde aber selber nicht nach Hause möchte. Also nach einer langen Zugfahrt durch wunderschöne Orte kam ich auf der Insel an und habe mich direkt wie im Paradies gefühlt. Auf der Ranch erwarteten mich 2 andere Mädchen die hier arbeiten und ich war froh, dass ein Mädchen aus England und das andere aus den Niederlanden kommt, damit ich nicht in die Versuchung komme würde Deutsch zu sprechen. Mittlerweile macht es sogar Spaß die Fortschritte zu sehen die man macht und auch wenn es nicht direkt auffällt, merkt man dann plötzlich, dass man sich heute schon besser unterhalten konnte als vor einer Woche. Mit Mädels zusammenzuwohnen ist aber so eine Sache. Wir waren alle ziemlich unterschiedlich. Es kam also oft zu Zickereien nur um sich im nächsten Moment wieder gut zuverstehen. Meine Tage sahen so aus, dass ich um kurz vor 6 Uhr aufgestanden bin, dann wurden die Pferde gefüttert und andere Arbeiten erledigt. Nach dem Frühstück, sowie nach der Mittagspause hieß es dann die Pferde zusammenzutreiben und für die Gäste vorzubereiten. Morgens und Abends gab es dann jeweils eine 2stündige Reittour durch den Busch, am Strand entlang und ins Meer. Abends wurde dann wieder gefüttert und den Feierabend konnte ich unterm wunderschönen Sternenhimmel verbringen. An was ich mich mittlerweile gewöhnt habe, ist das Schreien der Opossums und die Gestalten die plötzlich im Dunklen vor dir stehen und sich als Känguru entpuppen. Was sich alles so schön anhört ist aber eigentlich wirklich harte Arbeit, da man viel schleppen musst und die Hitze jeden Schritt anstrengend macht. Bei den Reittouren musste ich als Guide immer wieder erklären wie man sein Pferd denn jetzt anhält, lenkt oder was auch immer. Das kann dann schon ziemlich auf die Nerven gehen, wenn “erfahrene” Reiter plötzlich doch nicht wissen wie man denn jetzt genau anhält und andere auch nach dem 3ten mal erklären immer noch nicht zuhören wollen. Pferde mit Kindern drauf mussten meistens geführt werden, wodurch man dann ein Pferd beim reiten hinter sich her zerren und gleichzeitig auf andere Reiter und Pferde acht geben musste. Froh war ich dann immer wenn wir am Strand ankamen und ich mich im Wasser abkühlen konnte, auch wenn man dabei natürlich wieder Pferde führen und aufpassen musste, dass keiner runterfällt. Das lustigste Erlebnis war aufjedenfall als eine Frau plötzlich vom Pferd sprang weil sie mal musste und dann keine Ahnung hatte wie sie denn jetzt wieder hoch kommt. Anstatt mir zuzuhören versuchte sie es auf ihre Art, wodurch ihr Pferd einen Sprint durch den Busch hinlegte und sie den Schock ihres Lebens bekam. Am Ende hat sie mich dann gefühlte 10 Minuten umarmt und sich für meine Tipps bedankt. Es steckt aufjedenfall mehr Verantwortung hinter dem Job als ich dachte, vor allem wenn man zum Beispiel alleine mit 3 Kindern unterwegs ist und man weiß wenn jetzt etwas passiert, steckt man in großen Schwierigkeiten. Alles in allem hat es aber sehr viel Spaß gemacht und auch die Feierabende waren immer schön. Wenn man offen ist, lernt man hier schnell viele Leute kennen und sitzt plötzlich mit 10 anderen Leuten zusammen, die alle unterschiedlich alt sind und aus unterschiedlichen Ländern kommen. Da ich jetzt mehr von der Insel sehen möchte und dazu mehr Freizeit brauche, fahre ich Montag zu einem anderen Ort hier auf der Insel, wo ich weniger arbeiten muss aber auch Unterkunft und Verpflegung bekomme.

Categories: Uncategorized | 2 Comments

Magnetic Island

Morgen werde ich mit dem Zug nach Townsville fahren, um von dort aus auf die wunderschöne Insel Magnetic Island zu kommen, wo ich einen neuen Job für Unterkunft und Verpflegung gefunden habe. Die Ranch wo ich wohnen werde (http://horseshoebayranch.com.au/) bietet Ausritte an und mein Job wird es sein die Pferde zu füttern und mit den Gästen auszureiten. Für mich also Perfekt. Da ich aber kein Internet haben werde, wird es die Bilder und neuen Berichte wohl erst später geben. Also ich bin dann mal weg 🙂

Categories: Uncategorized | 1 Comment

Großstadtluft schnuppern

Am Freitag hat mich der Farmer bis kurz vor Brisbane gebracht, weil sich doch ziemlich schnell alles geändert hat und ich nun lieber einen richtigen Job suche. In Brisbane angekommen habe ich dann im Hostel TinBilly eingecheckt, wo mich ein 13ner Zimmer mit 12 stinkenden Typen erwartete, die alle im “dont´t worry-Modus” waren, obwohl keiner ein Job hatte. Nachdem ich mir mein Auslandskonto einrichten ließ und sich die Jobsuche schwieriger als erwartet herausstellte zog ich noch mit deutschen Backpackern durch die Stadt, die mir dann leider mitteilten, dass in dem ganzen Hostel nicht ein einziger einen Job hat. Den Samstag verbrachte ich also weiter auf der Jobsuche und besuchte ein Gemeinde-BBQ in der Hoffnung einen netten Schlafplatz zu finden, was aber nicht klappte. So langsam ziehmlich verzweifelt wo ich die nächsten Tage verbringen würde machte ich mich dann Sonntag morgen mit einem Straßennamen wo ein Bus-Service der Kirche fahren sollte auf den Weg zur Hillsongchurch. Komplett verloren fuhr ich mit dem Zug in die vermutlich richtige Richtung und lief einfach so lange bis ich plötzlich an genau der richtige Straße stand. Unter unendlich vielen Menschen fragte ich dann auch noch genau die richtige Frau die auch auf den Bus der Kirche wartete. Von da an ging alles von alleine. Sie stellte mir viele Leute vor und schenkte mir einfach so 25 AD. Kurz bevor ich wieder in den Bus zum Hostel steigen wollte, kam dann doch noch die Nachricht, dass ein sehr nettes Ehepaar mich für eine Woche aufnimmt. Mit unendlicher Erleichterung verbrachte ich dann den Tag mit Tyra in Brisbane, die mir sogar ein Essen ausgab und mich herumführte. Angekommen bei dem Ehepaar fühle ich mich nun sehr wohl und hoffe schnell einen job zu finden! In diesen Tagen habe ich wohl mehr Emotionen erlebt und gebetet als in einem Monat aber das war eine Zeit die ich wahrscheinlich nie vergessen werde.

Haut rein 🙂

Categories: Uncategorized | Leave a comment

Create a free website or blog at WordPress.com.